Den Autobahn-Verkehr deckeln

Veröffentlicht von markus.heinzer am

In der Nummer 02/2020 der “Läbigi Stadt“-Zeitung erschien folgender Artikel über den Verein Spurwechsel:

Lange haben die Verkehrsplaner die Autobahnen als Verkehrs-«Absauger» betrachtet. Ihre Idee war: Je mehr Autos über die Autobahn fahren, umso weniger fahren durch die Stadtquartiere. Ausbau war willkommen, weil die Autobahnen damit noch besser Autos absaugen könnten.

Diese Vorstellung ist falsch. Autofahrer*innen wählen immer die praktischste Route. Je praktischer es ist, umso mehr Menschen fahren Auto. Je breiter die Autobahnen, umso mehr Auto-Verkehr.

Wir müssen umgekehrt vorgehen: Andere Verkehrsmittel fördern und das Autofahren so unpraktisch wie möglich machen. Nur so können wir auch die Stadtquartiere vom Autoverkehr entlasten. Denn nur 19 % des Verkehrs auf der Autobahn ist Transitverkehr (also z.B. Thun-Zürich). 4 von 5 Autos fahren zuerst oder am Schluss durch ein Stadtquartier.

Um «Engpässe zu beseitigen», will der Bund rund um Bern die Autobahnen massiv verbreitern. Er will den Wankdorf-Anschluss «leistungsfähiger» machen und das Grauholz von 6 auf 8 Spuren ausbauen. Damit würde es noch attraktiver, mit dem Auto in die Stadt oder aus der Stadt heraus zu fahren.

Mit dem Verein «Spurwechsel» wehren wir uns dagegen. Denn damit würden Tür und Tor geöffnet für mehr Autos in der Stadt und für noch mehr Stau.

«Läbigi Stadt» und alle links-grünen Stadtparteien bis hin zur «glp» sind Mitglied in unserem Verein. Werde auch du jetzt Mitglied! spurwechsel-bern.ch/aktuell/kontakt-mitgliedschaft/

Markus Heinzer, Präsident Verein Spurwechsel Bern


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